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Lufthansa-Streik am 10., 13. und 14. April 2026: Flugausfällen und möglichem Anspruch auf Entschädigung

Friday, April 10, 2026

Update 13. April 2026: Nach dem Streik des Kabinenpersonals am 10. April hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) nun auch einen groß angelegten Pilotenstreik bei Lufthansa angekündigt. Dieser Streik findet am Montag, den 13., und Dienstag, den 14. April statt und betrifft unter anderem Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa CityLine sowie einige Eurowings-Flüge ab Deutschland. Erwartet wird, dass bis zu 80 % der Flüge von und nach Frankfurt und München gefährdet sind, wodurch erneut zehntausende Passagiere betroffen sein werden. Der Streik ist das Ergebnis festgefahrener Verhandlungen über Gehälter und Pensionen und verschärft die Auswirkungen der bisherigen Störungen erheblich.

Da es sich um einen Streik des eigenen Personals handelt, können Passagiere bei Annullierungen oder erheblichen Verspätungen Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 € pro Person gemäß der EU-Verordnung 261/2004 haben.

Lufthansa-Flug verspätet oder annulliert?

Wann findet der Streik statt und wer streikt?

Der Streik des Kabinenpersonals sollte ursprünglich kurz nach 00:00 Uhr am 10. April beginnen und bis 22:00 Uhr desselben Tages dauern. Inzwischen haben sich die Störungen jedoch durch neue Streikmaßnahmen verlängert, sodass die Auswirkungen auch am 13. und 14. April anhalten. Die Aktion wird von der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) organisiert, die das Kabinenpersonal von Lufthansa vertritt.

Besonders betroffen sind Flüge von den Flughäfen Frankfurt Airport und Munich Airport. Laut Gewerkschaft sind alle Flüge ab diesen Drehkreuzen in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt.

Hunderte Lufthansa-Flüge gestrichen

Die Auswirkungen des Streiks sind erheblich. Laut dem regionalen Sender BR24 wurden allein in München rund 400 Flüge gestrichen. Auch Flüge der Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine sind betroffen.

Lufthansa versucht, die Auswirkungen zu begrenzen, indem Flüge auf andere Airlines innerhalb der Gruppe verlagert werden. Dennoch lassen sich großflächige Störungen nicht vermeiden.

Warum streikt das Kabinenpersonal?

Der Streik ist das Ergebnis festgefahrener Tarifverhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Das Kabinenpersonal fordert bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Zudem gibt es einen speziellen Konflikt rund um Lufthansa CityLine.

Die Gewerkschaft fordert einen Sozialplan für die Beschäftigten dieser Tochtergesellschaft, da Lufthansa plant, CityLine schrittweise abzubauen. Dadurch sind schätzungsweise 800 Arbeitsplätze gefährdet.

Zusätzliche Belastung durch das Ende der Osterferien

Der Zeitpunkt des Streiks verschärft die Situation zusätzlich. Da es sich um den letzten Tag der Osterferien in Deutschland handelt, ist traditionell mit einem besonders hohen Reiseaufkommen zu rechnen. Entsprechend sind besonders viele Passagiere von Ausfällen und Verspätungen betroffen.

Frühere Streiks bei Lufthansa

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Lufthansa von Streiks betroffen ist. Bereits im Februar 2026 legten sowohl Piloten als auch Kabinenpersonal die Arbeit nieder, was zu erheblichen Störungen und tausenden betroffenen Passagieren führte.

Der aktuelle Streik unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Lufthansa und ihren Beschäftigten, während die Tarifverhandlungen weiterhin festgefahren sind.

Was können Sie als Reisender tun?

Angesichts der möglichen Auswirkungen des Lufthansa-Streiks auf Ihren Flug ist es wichtig, schnell die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Passagieren wird empfohlen, den Flugstatus vor Abreise über die offizielle Website zu überprüfen. Außerdem sollten die Kontaktdaten in der Buchung aktuell gehalten und zusätzliche Ausgaben sorgfältig dokumentiert werden.

Um Sie dabei zu unterstützen, können Sie die folgenden Schritte befolgen:

  1. Überprüfen Sie Ihren Flugstatus

    Informieren Sie sich vor Abreise auf lufthansa.com, ob Ihr Flug planmäßig stattfindet. Während eines Streiks kann es kurzfristig zu Änderungen oder Annullierungen kommen.

  2. Stellen Sie sicher, dass Sie erreichbar sind

    Kontrollieren Sie, ob Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer korrekt in der Buchung hinterlegt sind, damit Sie rechtzeitig über Umbuchungen oder alternative Flüge informiert werden.

  3. Kontaktieren Sie Ihr Reisebüro (falls zutreffend)

    Wenn Sie über ein Reisebüro gebucht haben, wenden Sie sich direkt dorthin, um Unterstützung bei Umbuchungen oder Rückerstattungen zu erhalten.

  4. Bewahren Sie Belege auf

    Kosten für Verpflegung, Hotelübernachtungen oder Transport infolge von Verspätungen oder Annullierungen können häufig erstattet werden. Bewahren Sie daher alle Belege sorgfältig auf.

  5. Fordern Sie eine Entschädigung an

    Bei Annullierungen oder erheblichen Verspätungen haben Sie möglicherweise Anspruch auf eine Entschädigung gemäß der europäischen Fluggastrechteverordnung. Über Flug-Verspaetet.at können Sie unkompliziert eine Forderung einreichen. Das Unternehmen unterstützt Sie auf Basis „no cure, no pay“ dabei, Ihre Entschädigung durchzusetzen.

Wenn Sie diese Schritte befolgen, erhöhen Sie die Chancen, schnell eine Lösung zu finden und entstandene Kosten oder eine mögliche Entschädigung erfolgreich zurückzuerhalten.

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